Bedeutung der Deutschlandfahne



Bis zur Fußball-WM 2006 in Deutschland löste das demonstrative Zeigen der Deutschlandfahne bei vielen Menschen noch eher zwiespältige Gefühle aus.
Doch während dieses Fußballturniers entwickelte das Zeigen und Schwenken der deutschen Fahne nicht nur bei Fußballfans eine vorher nicht gekannte Welle nationaler Identifikation aus.
Ein Blick auf die Geschichte lässt jedoch erkennen, dass die Deutschlandfahne durchaus mit positiven Aspekten besetzt ist.

Ursprung

Die Farben der deutschen Fahne sind angelehnt an die Uniformen des Freiwilligencorps der so genannten Lützower Jäger. Die Angehörigen dieser Einheit kämpften in den Befreiungskriegen von 1813-1815 gegen die Vorherrschaft Napoleons in Preußen und Europa.
Schwarz steht für die Farbe der Uniformen, Rot für deren Aufschläge und Gold für die Messingknöpfe an diesen Uniformen.
Darüber hinaus gibt es noch den historischen Hintergrund, dass diese Farben die gleichen wie die der Reichsfahne des Heiligen Römischen Reichs deutscher Nation waren. Auf dieser war ein schwarzer Adler mit roten Klauen auf goldenem Untergrund abgebildet.

Jüngere Vergangenheit

Nach dem Ende des 2.Weltkrieges und der deutschen Teilung stand für beide deutsche Staaten die Frage, welches Hoheitszeichen in Zukunft für Deutschland stehen soll.
Die während der Zeit des 3.Reiches verwendete Rote Fahne mit dem schwarzen Hakenkreuz auf weißem Grund musste nicht nur ersetzt werden, man wollte sich auch deutlich von deren Symbolik distanzieren.
Ausschlaggebend war dann im Jahre 1949 die Einigung darüber, dass man sich weitestgehend mit der Zeit der Weimarer Republik identifizieren wollte.
Bereits in dieser Zeit von 1919 bis 1933 galt die Deutschlandfahne mit den Farben Schwarz, Rot und Gold schon einmal als offizielle Nationalflagge.

Von 1949 bis 1959 verwendete man in beiden deutschen Staaten die Deutschlandfahne in Schwarz, Rot und Gold als Symbol für das neue, wenn auch geteilte Deutschland.
Im Jahre 1959 beschloss man dann in der damaligen DDR, sich durch eine eigenständige Flagge vom anderen Teil Deutschlands abzugrenzen. Dies geschah durch das Hinzufügen eines runden Ährenkranzes, ergänzt von Hammer und Zirkel, dem DDR-Staatswappen.
In der damaligen Bundesrepublik bekam dieses ungeliebte Symbol den Beinamen “Spalterflagge”.
Am 03.Oktober 1990, dem Tag der Wiedervereinigung, wurde dieses DDR-Symbol offiziell abgeschafft und der Mottenkiste der Geschichte übergeben.